Sparbuch oder Tagesgeld - David gegen Goliath.
Ein Sparbuch hat fast niemand mehr, denn es bringt mehr Nachteile als Vorteile mit sich. Einige ältere Menschen, die ihr Geld schon seit vielen Jahren von der gleichen Bank verwalten lassen, sind jedoch immer noch im Besitz eines Sparbuchs. Hauptgrund ist sicherlich zum einem eine gewisse Bequemlichkeit und zum anderen schlicht und ergreifend Unwissenheit.
Auf den ersten Blick ist gegen die Geldanlage auf einem Sparbuch natürlich nichts einzuwenden:
Bei Zinsen von meist unter zwei Prozent wird das Angelegte jedoch nicht zwangsläufig vermehrt. Das Gegenteil ist sogar der Fall. Aufgrund der allgegenwärtigen Inflation und des anhaltenden, weltweiten Geldverfalls, wird das Vermögen auf einem Sparbuch Jahr für Jahr immer weniger wert. Lebensmittel, Strom und Benzin sind so teuer wie noch nie. Der Preisanstiegt beträgt im Durchschnitt 2,5%, bei Kraftstoffen sogar bis zu 8%. Jeder Bürger muss mehr Geld für den Unterhalt ausgeben. Die Löhne und Gehälter hingegen steigen nicht in diesem Maße an.
Wird nun die durchschnittliche Verteuerung mit den Zinsen des Sparbuchs verrechnet, ist schnell klar worin der größte Nachteil bei der Sparbuch-Anlage liegt: Das Sparbuch-Geld verliert auf diese Weise jährlich rund einen Prozent an Wert. Um dem entgegenzuwirken, muss eine höher verzinste Anlageform mit gleichen Sicherheiten her. Hierfür eignet sich nichts besser als ein Tagesgeldkonto. Zinsen zwischen 3,5 und 5% sorgen nicht nur für eine stärkere Rendite, sondern gleichen auf diese Weise auch noch die Inflation ein wenig aus. Verfügbar bleibt auch beim Tagesgeld-Konto das Angelegte jederzeit.
Fazit: Geparktes Geld gehört nicht mehr auf ein Sparbuch, sondern ist auf einem Tagesgeldkonto viel besser aufgehoben. Wer dem Online-Banking nicht vertraut, findet im Übrigen auch bei allen Filialbanken Tagesgeld Angebote mit besseren Konditionen als jedes Sparbuch.
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Mit Sparbuch-Zinsen keine Chance gegen die Inflation